Dienstag, 17. Januar 2012

Schluss mit der Pflanzerei.

Mit einem rundum Befreiungsschlag habe ich mich gestern aus den zeitraubenden Klauen dieser Zicken unter den Topfpflanzen befreit.
Was hab' ich sie umhätschelt - diese undankbaren Schmarotzer? Jede Woche habe ich sie in lauwarmes Wasser getaucht, ihre Blätter liebevoll mit einem weichen Tuch gestreichelt, sie mit einem Fingerhut voll Dünger verwöhnt und wofür das Ganze?? Wofür frag' ich mich?

Damit ich mir Monate lang die trostlosen Blätter ansehen durfte. Denn mit ihren Reizen haben sie gegeizt. Die wunderschöne Blütenpracht, die sie zum Beginn unseres Zusammenlebens hatten, blieb mir nach dem Verblühen für immer vorenthalten. Prall gefüllte Blütenstängel sah ich seitdem nicht mehr, stattdessen große grüne, traurig herabhängende Blätter. Hin und wieder wurde ich mit einer kleinen einsamen Blüte belohnt. Dann hab ich mich gefreut und meinen Pflegeaufwand gleich noch einmal intensiviert - aber damit ist jetzt Schluss - ich lass mich nicht mehr länger pflanzen.
Ich habe allen 5 im Haus befindlichen Orchideen ein neues Zuhause geschenkt - in der Biotonne. Und die leeren Blumentöpfe wurden mit - hoffentlich nicht zickigen - Frühlingsblumen aufgefüllt und wer mehr als etwas Wasser und Licht braucht fliegt raus und wird ersetzt. (okay, das ist jetzt etwas streng, aber ihr wisst ja: Hunde die bellen beißen nicht)

Kommentare:

  1. meine bewunderung! ich schaffe das nicht, ich habe das fensterbrett voller pflanzen, die ich allerhöchstens zweimal im monat gieße, im frühling schuldbewusst umtopfe und gelobe, mich mehr um sie zu kümmern, was ich dann wieder nicht tu. die orchideen allerdings belohnen meine verächtlichkeit mit wunderbaren blüten, ich glaube, die wollen gar nicht so beachtet werden.

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  2. Wahrscheinlich ist es den Orchideen bei mir zu gut gegangen. Eine Freundin hat mir gestern erzählt, dass die nur blühen, wenn ihnen etwas fehlt :) (wenn ich das nur früher gewusst hätte)

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