Dienstag, 8. Januar 2013

Ausgeschlossen.

Die mittlere Prinzessin kam heute sehr traurig vom Kindergarten nach Hause. Eine Kindergartenfreundin hat gesagt, dass "sie heute nix mehr von ihr hören will", und die mittlere Prinzessin nahm sich das sehr zu Herzen und ließ keinerlei Aufmunterung zu:
"Sei nicht traurig, ich bin dafür deine beste Freundin."
"Nein, das geht nicht, du bist ja meine Mama."

 Der Nachmittag war nicht gerade erbauender für sie. Die große Prinzessin hat sich einen Kindergartenfreund zum Spielplatz eingeladen. Die beiden Großen haben geflüstert und die mittlere Prinzessin ausgeschlossen und nicht mitspielen lassen, sie sind ihr davon gelaufen und haben ihr kleine Fallen gestellt. Nix besonderes, aber sie war soooo traurig und ist wie eine welke Blume mit hängendem Kopf herumgewandert und hat die Tränen runtergeschluckt. .....
Es zerreisst mir das Herzen.
Aber einmischen und Partei ergreifen geht ja gar nicht, oder? (ich habs natürlich trotzdem getan und die beiden Großen gefragt, wie sie sich fühlen würden, wenn die mittlere Prinzessin mit einer Freundin hier wäre und sie nicht mitspielen lassen würde)
Ich weiß, da muss sie selber durch, aber damit tu ich mir echt schwer. Ausschließen mag ich einfach nicht. Ich habe mich den ganzen Nachmittag gefragt, wie man so eine Situation richtig lösen kann. Vermutlich sollten wir die mittlere Prinzessin soweit stärken, dass ihr so etwas egal ist. Aber wie??  Guter Rat ist wie immer teuer.



Kommentare:

  1. mhmmm kenn ich leider nur zu gut... ich entscheide nach situation, ob und was ich sage. aber klar, irgendwie sollen sie auch allein damit zurecht kommen, aber ein paar aufmunternde worte können ja nie schaden, egal wird ihnen das nie sein..
    bei meinen 3 ist das auch oft der fall, zu dritt spielen sie selten, meistens rotten sich 2 zusammen...
    ich fühl da wie du, ausschließen mag ich nicht!
    glg andrea

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  2. Jepp, hier ist´s auch so, vielleicht einfach das Los des mittleren Kindes?
    Ich mag dieses Auschließen auch nicht, aber habe leider auch kein Patentrezept, was eine gute Lösung ist.
    Ich entscheide von Situation zu Situation. Bei uns ist es zum Glück so, dass unser mittleres Kind ein "dickes Fell" hat, aber rotzdem achte ich sehr darauf, dass gerade es nicht zu kurz kommt.
    GLG
    Tessa

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  3. So, jetzt der ganz wiffe Tip von einer kinderlosen Frau...aber ich war auch mal Kind, und ich finde, man kann sich schon einmischen. Nicht im Sinne von "du musst sie mitspielen lassen", sondern genau so, wie du es gemacht hast, finde ich, also der anderen klar machen, dass sie auch in die Situation kommen könnte und sich dann auch recht mies fühlen könnte. Oder der Mittleren erklären, daß ihre große Schwester auch Freiraum braucht. Was sie daraus machen, wird sich zeigen. Wie sollen die Kinder denn wissen, wie man mit solchen Situationen zurecht kommen kann? Das lernt man ja nicht, wenn einem die Erwachsenen nicht ein bißchen was dazu sagen. Finde ich halt. Ich habe die gleichen Dinge erlebt mit meiner großen Schwester und habe nicht verstanden, warum sie mich ausschließen will, wenn sie Freunde da hat (und gerade die waren ja sooo interessant!).
    GlG, Jule

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  4. Danke für eure Worte, schöne (oder eben nicht), dass es nicht nur hier das Thema gibt. Das mit dem Klarmachen, dass auch die große Schwester Freiraum braucht ist ein guter Punkt, von dieser Seite habe ich das bisher eher selten betrachtet.

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